Philipp Schoch sorgte für ein Novum an Snowboard-Wettkämpfen. Der Zürcher Oberländer schaffte es im Parallel-Riesenslalom als Erster, einen Olympiasieg zu wiederholen. Im Final bezwang er seinen um ein Jahr älteren Bruder Simon Schoch in beiden Läufen.
[Si] - Zuletzt gab es 1984 einen Doppelerfolg von Brüdern. In Sarajewo holte sich Phil Mahre olympisches Gold im alpinen Slalom vor Steve.
Im dritten Finalduell der Schoch-Brüder in dieser Saison fuhr Philipp Schoch im ersten Lauf auf dem leichter zu befahrenden roten Kurs einen Vorsprung von 88 Hundertsteln heraus. Diesen verteidigte er auch in der Reprise souverän. Mit den beiden Schoch standen sich in der Endausscheidung die beiden gegenwärtig besten Alpin-Snowboarder der Welt gegenüber. Ständig löste sich das Brüderpaar aus Fischenthal im Zürcher Tösstal als Leader in der Weltcup-Wertung ab, derzeit führt Simon vor dem letztjährigen Disziplinensieger Philipp.
Die Schweizer Boarder hatten am Morgen bereits die Qualifikation nach Belieben dominiert: Simon Schoch erreichte vor Philipp Schoch die klare Bestzeit, hinter den Weltcup-Führenden reihte sich Heinz Inniger als Dritter ein, Gilles Jaquet wurde Fünfter. Für die beiden Letzteren bedeuteten die Viertelfinals aber Endstation: Inniger, der im fünften Rang abschloss, scheiterte am späteren Bronzemedaillen-Gewinner Sigi Grabner aus Österreich. Der letztlich achtklassierte Jaquet schied gegen den Franzosen Mathieu Bozzetto.